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Alya Al-Kanani ein Leben für den Flamenco
Die gebürtige Braunschweigerin Alya Al-Kanani begann im zarten Alter von dreieinhalb Jahren mit klassischen Ballett-Unterricht. Bei der Primaballerina Gesine Poussin erhielt sie ihre Ballettausbildung. Die Tänzerin aus Leidenschaft arbeitet inzwischen erfolgreich im In- und Ausland.
Ihre Liebe zum Flamenco entdeckte Alya Al-Kanani durch eine Aufführung von „Bluthochzeit“ im Braunschweiger Staatstheater. Daraufhin packte sie ihre sieben Sachen, um sich einer harten, aber sehr erfolgreichen Flamenco-Ausbildung am berühmten „Amor de Dios“ in Madrid zu unterziehen. Sie absolvierte Kurse bei vielen Lehrern der Weltklasse und wurde Meisterschülerin von Tomás de Madrid. Maria Magdalena, die in dem Film „Carmen“ mitgewirkt hatte, brachte ihr die Technik bei.
1991 kam Alya Al-Kanani nach Braunschweig zurück und begann Flamenco zu unterrichten, seit 2001 in einem eigenen Studio. Nebenbei absolvierte sie eine Ausbildung als Tanztherapeutin. Die in Braunschweig ansässige Künstlerin trat in der Folge mit Tomás de Madrid, Timo Lozano und anderen Größen auf.
Ihre Projekte „Medea“ (1996), „Bernarda Albas Haus“ (1999) und vor allem „Antitaurinísmo“ (2002) wurden große Erfolge. 2006 inszenierte sie mit internationalen Künstlern „Flamenco en el tiempo sin flores“. 2008 folgte „Solo Flamenco“.
Sich selbst perfektioniert Alya Al-Kanani weiterhin im Unterricht bei großen Meistern, so zum Beispiel bei Monse Sanchez und Ramon Beza aus Barcelona, die Flamenco mit modernen Akzenten unterrichten, bei El Torombo, der als Purist des klassischen Flamenco gilt, und bei Antonio El Pipa, der ihrer geschmeidigen-tänzerischen Seite neue Inspirationen gibt. |